DIE gute Nachricht:
Nein, du brauchst keine besondere Genehmigung, um in Frankreich Tee zu verkaufen. Und selbst für Getränkebetriebe wie Teesalons ist für den Verkauf von Kräutertees in Frankreich seit 2011 keine spezielle Lizenz mehr nötig.
Das heißt aber nicht, dass du nichts tun musst und einfach kopflos loslegen kannst.
Es gibt nämlich ein paar Regeln, die du kennen solltest:
- Du brauchst eine Rechtsform, um Tee zu verkaufen,
- Du musst die Pflichtangaben auf deinen Verpackungen einhalten,
- Wenn du Bio verkaufst, musst du deine Tätigkeit eventuell melden und zertifizieren lassen,
- und wenn du einen Teesalon eröffnest, ist eine zweitägige HACCP-Hygieneschulung Pflicht.
Keine Panik, ich erkläre dir alles ganz einfach.
Inhaltsverzeichnis
ToggleZuerst musst du dein Unternehmen gründen, um in Frankreich Tee zu verkaufen.
Ob du einen Laden eröffnest, einen Onlineshop betreibst oder auf Märkten verkaufst: Du brauchst eine Rechtsform. In Frankreich hast du mehrere Möglichkeiten:
- Auto-entrepreneur: einfach, schnell, aber mit begrenztem Umsatz.
- Gesellschaft (SAS, SARL usw.), wenn du größer denken willst.
- Einzelunternehmen, wenn du am Anfang nicht zu viel Papierkram willst.
Sobald dein Unternehmen angemeldet ist, bekommst du eine SIRET-Nummer, die du brauchst, um Tee und Kräutertees legal zu verkaufen.
Vielleicht hast du schon ein Unternehmen und möchtest dein Tätigkeitsfeld erweitern? Grundsätzlich kein Problem, aber denk in diesem Fall daran, den Unternehmensgegenstand in deiner Satzung anzupassen, damit der Verkauf von Tee und Kräutertees enthalten ist.
Etikettierung beim Verkauf von Tee und Kräutertees: Informiere dich gut.
In Frankreich müssen die Etiketten von Tees und Kräutertees bestimmte Regeln einhalten. Unter anderem:
- Die Zutatenliste angeben (einschließlich Aromen, falls vorhanden).
- Die allergenen Zutaten hervorheben.
- Das Nettogewicht angeben.
- Auf Französisch verfasst sein.
- Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und die Losnummer angeben.
- Je nach Fall das Ursprungsland des Tees angeben.
- Keine irreführenden gesundheitsbezogenen Angaben verwenden.
- Bei Bio die offiziellen Logos hinzufügen usw.
Achtung:
- Die Liste oben ist nicht vollständig.
- Ich biete keine Rechtsberatung. Wenn du bei all deinen gesetzlichen Pflichten sicher sein willst, musst du die geltenden Gesetzestexte lesen und/oder einen Fachmann fragen.
Wir haben einen ziemlich ausführlichen Artikel über die Etikettierungsregeln für Tees und Kräutertees in Frankreich geschrieben, den du hier lesen kannst.
Es gibt auch gute Informationsquellen online, zum Beispiel diese Seite des französischen Wirtschaftsministeriums.
Und vergiss nicht, dass es hier nur um Frankreich geht. Wenn deine Produkte in einem anderen Land wie der Schweiz oder Belgien vertrieben werden, müssen deine Verpackungen auch deren Gesetzgebung entsprechen.
Vorschriften, wenn du in Frankreich Bio-Tee verkaufst.
Je nach Situation kannst du von der Bio-Zertifizierung befreit sein. Ich habe einen Artikel darüber geschrieben, in welchen Fällen du dich Bio-zertifizieren lassen musst. Den empfehle ich dir sehr.
Wenn du aber Bio-zertifiziert sein musst, beachte, dass du:
- deine Tätigkeit bei der Agence Bio melden musst (kostenlos).
- eine Zertifizierungsstelle wie ECOCERT kontaktieren musst.
- dich jährlich auditieren lassen musst (kostenpflichtig).
Ist eine Hygieneschulung für einen Teesalon Pflicht?
In Frankreich ist eine zweitägige HACCP-Hygieneschulung Pflicht, um einen Teesalon zu eröffnen, außer du hast mindestens 3 Jahre Erfahrung in der Branche. Mindestens eine Person, die mit Lebensmitteln umgeht, muss sie absolvieren, egal ob das Gebäck vor Ort hergestellt oder zugekauft wird.
Kurz zusammengefasst
Tee in Frankreich zu verkaufen ist nicht kompliziert, aber ein paar Regeln musst du einhalten:
- Gründe dein Unternehmen,
- Pass beim Thema Bio auf,
- Halte die Etikettierungsvorschriften ein.
Sobald diese Grundlagen stehen, kannst du dich aufs Wesentliche konzentrieren: deinen Tee und deine Kräutertees verkaufen.


