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Matcha-Markt in Frankreich 2026: Zahlen, Preise und Trends für Geschäftskunden

Made in The Thumbnail Marche du Matcha 2026 FR

Matcha ist kein Trend mehr. Matcha ist Standard.

In Frankreich ist Matcha, wie im Rest Europas, zu einem Klassiker geworden. Auf einer Stufe mit Earl Grey oder grünem Minztee.

Bei Made in Thé war dieses Produkt bis 2024 eine Sorte unter vielen. 2025 hat sich alles geändert: Unser Matcha Seijaku wurde zum meistverkauften Produkt unseres Sortiments. Der meistverkaufte Tee vor 330 anderen Sorten, das ist schon etwas.

Wir dachten, dass 10 zusätzliche Matchas in unserem Sortiment (natur oder aromatisiert, aus China oder Japan) die Verkäufe des Matcha Seijaku bremsen würden. Weit gefehlt: Sie kamen einfach zu den Verkäufen unseres Topsellers hinzu.

Wenn du also schon von Matcha überzeugt bist und ihn bereits in deinem Sortiment hast, kannst du direkt zum Abschnitt über die Preisentwicklung und zu den kommenden Trends springen. Für alle anderen schauen wir uns gemeinsam Folgendes an:

  • Die Entwicklung des Matcha-Konsums in Frankreich seit 2010
  • Die weltweiten Produktionszahlen (Japan und China) und ihre Grenzen
  • Die Engpässe bei der Versorgung und die Preise für 2026-2027
  • Die wachsende Rolle Chinas auf diesem Markt
  • Die zwei großen Trends, die du nicht verpassen solltest: aromatisierter Matcha und chinesischer Matcha

Der Matcha-Markt in Frankreich: spät entdeckt, aber explosionsartig gewachsen

Warum ist Matcha in Frankreich so angesagt?

Seit 2010 wächst der Konsum langsam. Ab 2019 beschleunigt sich dann alles.

Google Trends für Matcha zwischen 2010 und 2025

Drei Faktoren erklären diese Beschleunigung:

  • Das Superfood-Image: sein Gehalt an L-Theanin und Antioxidantien sowie die Begeisterung einer gesundheitsbewussten Generation
  • Der Boom der Coffeeshops: Matcha Latte ist zum Thekenklassiker geworden, genau wie Caffè Latte
  • Der Einfluss der USA: Die USA haben Matcha lange vor Europa für sich entdeckt, und US-Food-Trends kommen mit 2 bis 3 Jahren Verzögerung in Frankreich an.

Ergebnis: Zwischen 2022 und 2025 ändert sich der Status von Matcha. Aus einem Nischenprodukt wird ein extrem sichtbares Produkt, dessen Verwendung weit über die klassische Teewelt hinausgeht.

Die verschiedenen Verwendungen von Matcha in Frankreich: eine Zutat weit über Tee hinaus

Matcha mit Wasser aufgegossen, wie bei der traditionellen japanischen Teezeremonie, bleibt in Frankreich eine absolute Minderheit. Der Großteil wird heute verarbeitet konsumiert:

  • Als Latte (heiß oder kalt): klarer Sieger beim Volumen
  • In Smoothies und kalten Getränken
  • In Gebäck und Kuchen
  • In Eis und Desserts
  • Und sogar in Kosmetik (Masken, Cremes, antioxidative Pflege).

Diesen Wandel erleben wir täglich in unserem Alltag als Großhändler. Jahrelang bestand unsere Kundschaft aus Teeläden, Teesalons und Teemarken.

Seit 2 Jahren klopfen auch Coffeeshops und Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie bei uns an.

Und die interessieren sich, anders als unsere Stammkunden, nur für eins: das grüne Pulver.

Egal welche Herkunft, egal ob zeremonielle Qualität. Sie suchen ein Format, einen Geschmack, einen Preis.

Es geht nicht mehr um Tee. Es geht um eine Zutat mit vielen Verwendungen. Genau das erklärt, warum sie sich so schnell im professionellen Handel verbreitet.

Deshalb wirkt Matcha auch, als wäre er überall. Seine Verwendung reicht über die Teewelt hinaus bis in Gastronomie, Gesundheit, Pflege und Gesichtspflege.

Der weltweite Matcha-Markt in Zahlen

Erst die Zahlen zeigen wirklich, welche Bedeutung Matcha weltweit hat.

Der weltweite Matcha-Markt wurde 2024 auf rund 3,66 Milliarden Dollar geschätzt. Prognosen gehen von 6,3 Milliarden Dollar bis 2032 aus, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 7 % (Quelle: Market Research Future).

Das sind keine Nischenzahlen. Das ist ein Massenmarkt, der sich gerade strukturiert.

Weltweite Matcha-Produktion: Japan stößt an seine Grenzen

Matcha aus Japan: starkes Wachstum, aber mit Obergrenze

Matcha-Produktion in Japan zwischen 2010 und 2024

Japan ist die einzige Herkunft mit verlässlichen offiziellen Daten. Laut dem japanischen Landwirtschaftsministerium (MAFF) stieg die Matcha-Produktion von:

  • 1.471 Tonnen im Jahr 2010
  • 4.176 Tonnen im Jahr 2023
  • 4.400 Tonnen im Jahr 2024

Matcha macht inzwischen mehr als die Hälfte (58 %) der japanischen Teeexporte aus (Quelle: nippon.com / MAFF), Januar 2026

Das ist eine Verdreifachung in 13 Jahren.

Beeindruckend. Aber dieses Wachstum hat eine Grenze.

2025 wurde die Frühjahrsernte stark beeinträchtigt.

Bei den Auktionen in Kyoto im Mai 2025 wurde ein Rekord-Durchschnittspreis von 8.235 Yen/kg für Tencha (das Ausgangsblatt für Matcha) erzielt, also +170 % gegenüber dem Vorjahr und weit über dem bisherigen Rekord von 4.862 Yen/kg aus dem Jahr 2016 (Quelle: Global Japanese Tea Association, Mai 2025, bestätigt von CNBC).

Bei handgepflücktem Premium-Tencha aus Uji ist der Anstieg noch heftiger: von 20.024 Yen/kg im Jahr 2024 auf 43.330 Yen/kg im Jahr 2025, also +116 % (Quelle: First Agri B2B, März 2026).

Und über das Klima hinaus gibt es tiefgreifende strukturelle Hürden:

  • Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften
  • Überalterung der Erzeuger: Die Zahl der Betriebe ist in 20 Jahren um 75 % gesunken (Quelle: Firsd Tea, August 2025)
  • Agronomische Grenzen: Tencha wächst nicht überall
  • Vermahlung mit der Steinmühle: Jede Mühle schafft nur 30 bis 40 g pro Stunde, und die Mühlen laufen bereits auf voller Kapazität (Quelle: Firsd Tea, August 2025)

Japan kann nicht schnell skalieren. Das ist strukturell, nicht konjunkturell.

Direkte Auswirkungen auf andere japanische Tees

Ein Punkt, den nur wenige Profis kennen:

Die Matcha-Produktion kommt nicht „obendrauf“. Sie geht oft zulasten anderer Tees.

Konkret muss ein Erzeuger entscheiden, worauf er seine Flächen konzentriert. Matcha (über Tencha) ist heute deutlich rentabler als Sencha oder andere klassische Tees. JA Zennoh Kyoto bestätigt, dass die verarbeitete Menge an Sencha und Gyokuro im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, direkt wegen der Umstellung auf Tencha (Quelle: Ooika, August 2025).

Wenn du japanischen Sencha, Gyokuro oder andere hochwertige japanische Sorten verkaufst: Du wirst den Druck auf Bestände und Preise spüren (oder hast ihn schon gespürt).

China: weltweit größter Matcha-Produzent (und das wird oft missverstanden)

Matcha stammt ursprünglich aus China

Ein oft vergessener Punkt: Matcha ist nicht in Japan entstanden.

Sein Ursprung liegt in China, zur Zeit der Song-Dynastie (10. bis 13. Jahrhundert), als Tee bereits als mit Wasser vermischtes Pulver getrunken wurde. Buddhistische Mönche brachten diese Praxis im 12. Jahrhundert nach Japan.

Japan hat die Technik dann perfektioniert: Beschattung der Pflanzen, Auswahl des Tencha, Vermahlen mit dem Steinmühlstein. So entstand der moderne Matcha, wie wir ihn heute kennen.

Heute kehrt China mit industrieller Logik und unvergleichlichen Mengen auf diesen Markt zurück.

China produzierte schon mehr Matcha als Japan

Anders als für Japan gibt es keine offiziellen, konsolidierten Daten zur Matcha-Produktion in China. Der Konsens in der Branche ist aber eindeutig.

Laut Schätzungen, die CCTV und chinesische Branchennetzwerke verbreiten, lag die Matcha-Produktion in China 2020 bei etwa 3.900 bis 5.000 Tonnen und 2025 bei rund 5.000 Tonnen (Quelle: Firsd Tea, August 2025).

Direkter Vergleich 2025:

  • Japan: 4.400 bis 5.000 Tonnen / Jahr
  • China: 5.000 Tonnen / Jahr

China lenkt auch seine Produktion klassischer Tees um, um mehr Matcha herzustellen

Ein Partner-Importeur hat uns Anfang 2026 eine Marktnotiz zukommen lassen. Er bestätigte, dass der Matcha-Boom auch massive Auswirkungen auf die Produktion klassischer chinesischer Tees hat.

Konkret passiert Folgendes:

Für chinesische Produzenten ist die Herstellung von Matcha deutlich rentabler als der Verkauf anderer Grüntees wie Sencha.

Der Grund: Der Preis des Endprodukts ist höher. Logischerweise stellen sie ihre Produktion also um.

Was wir in der Praxis beobachten:

  • Sencha, Chun Mee, Green Fannings, Mao Jian: deutlich geringere Verfügbarkeit als früher
  • Schwarztees: indirekt dasselbe Phänomen. Viele Produzenten steigen auf Grüntee um (dessen Herstellung 5 bis 10 Stunden kürzer ist, da keine Fermentation), was Zeit und Kapazitäten für mehr Matcha freimacht
  • Green Tea Fannings: Fannings, traditionell Nebenprodukte bei der Verarbeitung von Premiumtees, werden inzwischen gesammelt und in Matcha-Produkte eingearbeitet. Das Angebot an Fannings für Teebeutel ist deutlich eingebrochen

Wenn du chinesische Grün- oder Schwarztees für dein Sortiment einkaufst, rechne 2026 mit Preiserhöhungen und knappen Beständen.

Zusammen mit einigen Importeuren und Brokern schätzen wir für die Saison 2026 einen Preisanstieg von rund 25 % bei chinesischen Grüntees und 10 % bei chinesischen Schwarztees.

Hinzu kommen: Wetterstörungen in den chinesischen Anbauprovinzen (Zhejiang, Hunan, Jiangxi) im Frühjahr 2026, steigende Frachtkosten (+30 % wegen der Spannungen im Roten Meer), die Aufwertung des Yuan und steigende Ölpreise.

Ein klareres Bild wird es erst geben, wenn die Frühjahrsernte weiter fortgeschritten ist, etwa im Mai/Juni 2026 (Quelle: Firsd Tea).

Der Begriff „Matcha“ ist nicht geschützt: was das für dein Business bedeutet

Anders als Champagner oder Parmesan genießt der Begriff Matcha keinerlei geschützte Bezeichnung, weder g.U. noch g.g.A., weder in Europa noch international.

2022 veröffentlichte die Internationale Organisation für Normung (ISO) einen technischen Bericht (ISO/TR 21380:2022), der die Merkmale von Matcha definiert.

Das ist ein Fortschritt, aber dieser Bericht ist nicht verbindlich.

Japan drängt über sein Institut NARO auf eine formellere internationale Norm. Ziel ist es, den Umlauf minderwertiger Produkte einzudämmen, die sich als Premium-Matcha ausgeben.

Bis heute laufen diese Bemühungen aber noch und haben in Europa zu keinem rechtlich durchsetzbaren Schutz geführt.

Konkret heißt das: Jeder Produzent oder Händler darf das Wort Matcha auf sein Produkt schreiben, solange er die Verbraucher nicht über die Herkunft täuscht.

Für dich als Geschäftskunde ist das ein wichtiger Punkt: Deine Kundschaft erkennt den Unterschied nicht unbedingt. Du musst sie aufklären, wenn du die japanische Herkunft hervorheben und den Preisunterschied rechtfertigen willst.

Die wichtigsten Importeure von japanischem Matcha 2025

Laut ersten konsolidierten Branchendaten sind die vier größten Importeure von japanischem Matcha 2025:

  • USA: 43 % der japanischen Exporte, getragen von RTD-Getränken, Nahrungsergänzungsmitteln und Patisserie
  • Deutschland auf Platz 2. Matcha ist dort vom Fachhandel in den Lebensmitteleinzelhandel und die Bäckereien gewandert
  • Thailand auf Platz 3. Starkes Wachstum der Café- und Dessertketten
  • Vereinigtes Königreich auf Platz 4. Urbane Kaffeekultur und innovative Getränkeformate

Was das zeigt:

  • Die USA dominieren klar: Sie importieren allein so viel wie die 3 anderen zusammen
  • Europa wächst stark: Zwei der vier größten Importeure weltweit sind europäisch

Frankreich liegt noch hinter Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Aber genau das ist eine Chance.

2024 erreichten die gesamten japanischen Teeexporte (alle Kategorien) 8.798 Tonnen, ein Plus von 16,1 % gegenüber dem Vorjahr und von 250 % über 10 Jahre.

Und von Januar bis August 2025 hatte der Gesamtwert der Exporte bereits das gesamte Jahr 2024 übertroffen (Quelle: nippon.com / MAFF, März 2026).

Warum die Matcha-Preise explodiert sind und was 2026 passiert

Die Ursachen des Anstiegs

Die Matcha-Preise sind seit 2023 stark gestiegen. Mehrere Faktoren kommen zusammen:

  • Explodierende weltweite Nachfrage. Der Markt für Uji-Tencha erreichte 2025 9,629 Milliarden Yen, fast das Doppelte des Rekords aus dem Vorjahr (Quelle: Ooika / JA Zennoh Kyoto, August 2025)
  • Begrenzte japanische Produktionskapazität, die sich nicht schnell skalieren lässt
  • Wetterbedingt schwache Ernte 2025: Die Auktionspreise in Kyoto erreichten im Mai 2025 8.235 Yen/kg, also +170 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Global Japanese Tea Association, Mai 2025)
  • Steigende Logistikkosten (+30 % bei der Seefracht)
  • Immer strengere EU-Vorschriften, vor allem für Bio
  • Geopolitische Spannungen im Roten Meer, die die Lieferwege beeinträchtigen

Große japanische Häuser haben 2024 sogar zum ersten Mal in ihrer Geschichte Kaufbeschränkungen eingeführt.

Gibt es wirklich eine Matcha-Knappheit?

Kurz gesagt: ja, aber nur teilweise.

Die weltweite Nachfrage übersteigt die japanische Produktion, vor allem bei zeremoniellen und Premium-Qualitäten.

Die Bestände sind knapp. Und für unabhängige Importeure ist die Lage schwierig.

In Kyoto haben große Käufer mit hohen Budgets bei den Auktionen Vorrang. Kleine französische Importeure tun sich schwer, ausreichende Mengen zu noch vernünftigen Preisen zu sichern.

Dagegen gleicht die chinesische Produktion bei Culinary- und Lebensmittelqualitäten teilweise aus. Dort ist die Lage weniger angespannt.

Preistrends für Matcha 2026 und 2027?

Das wahrscheinlichste Szenario für die nächsten 12 bis 24 Monate:

  • Japanischer Matcha (alle Qualitäten): Erwartet wird ein Preisanstieg von einigen Prozent bis zu mehreren Dutzend Prozent je nach Qualität. Zeremonieller Premium-Matcha wird weiter in die Höhe schießen.
  • Chinesischer Matcha: ebenfalls leichter Anstieg (einige Prozent), bleibt aber deutlich günstiger als japanischer
  • Klassische chinesische Grün- und Schwarztees: geschätzter Anstieg von rund 25 % bei Grüntees und 10 % bei Schwarztees (Lieferantenschätzungen, Frühjahr 2026)

Der Markt sucht noch sein Gleichgewicht. Stabilisiert sich die Matcha-Nachfrage im Laufe der Saison, ist kurzfristig eine leichte Entspannung bei klassischen Standardtees möglich.

Mehr wissen wir aber erst nach der Frühjahrsernte, also etwa im Mai/Juni 2026.

Matcha wird in den kommenden Monaten nicht günstiger. Unsere Empfehlung: Plane deine Einkäufe vorausschauend und sichere dir deine Mengen bei deinen Lieferanten.

Japanischer vs. chinesischer Matcha: die falsche Debatte

Bei französischen Geschäftskunden hören wir zwei Positionen:

  • Chinesischer Matcha ist kein echter Matcha: die Position von etwa 50 % der Akteure, mit denen wir arbeiten
  • Die Herkunft ist egal, solange Geschmack und Preis passen: eher die Position von Coffeeshops und der Lebensmittelindustrie

Beide Positionen sind okay. Sie spiegeln einfach zwei unterschiedliche Marktsegmente wider.

Japan steht für Qualität, Tradition, begrenzte Mengen und hohe Preise. Von dort kommen die seltensten und außergewöhnlichsten Matchas. Genau das schätzt die Kundschaft von Teesalons oder Premiummarken.

China steht für Volumen, Industrialisierung und deutlich erschwinglichere Preise. Die Qualität schwankt, wird aber stetig besser. Das suchen Coffeeshops, die Lebensmittelindustrie und Marken mit großen Mengen.

Die eigentliche Frage, für dich wie für uns, lautet: Was braucht deine Kundschaft? Welcher Rohstoff erfüllt diesen Bedarf und passt gleichzeitig zu deinem Geschäftsmodell?

Unsere Prognose: Mit den explodierenden Preisen für japanischen Matcha wird chinesischer Matcha in Frankreich und Europa immer mehr Raum einnehmen.

Nicht, weil er den japanischen ersetzen wird, sondern weil sich der Massenmarkt japanischen Matcha nicht leisten kann.

Beide werden nebeneinander bestehen. Und beide haben ihre Berechtigung.

Die kommenden Trends in Frankreich: unsere zwei Prognosen

1. Aromatisierter Matcha

Darauf setzen wir, und wir sind überzeugt, dass es nicht aufzuhalten ist.

Unsere Überlegung: Sobald sich eine Art des Konsums fest etabliert hat, folgt eine zweite Phase. Die, in der Konsumenten nach geschmacklicher Abwechslung suchen.

Viele kommen nicht wegen des Geschmacks zum Matcha, der anfangs bitter und gewöhnungsbedürftig sein kann, sondern wegen der Wirkung, die sie ihm zuschreiben: Energie, Fokus, Gesundheit.

Aromatisierter Matcha ist die logische Fortsetzung. Die Vorteile bleiben, die Aromen variieren und halten das Interesse wach.

Matcha Vanille, Matcha Erdbeere, Matcha Schoko-Haselnuss: Mit diesen Produkten lässt sich die Zielgruppe erweitern und die Kaufhäufigkeit steigern.

Das sehen wir schon jetzt. Mehrere etablierte Marken in Frankreich erzielen ihre besten Verkäufe mit aromatisiertem Matcha.

Wir selbst haben eine Range mit Erdbeere, Vanille und Nuss-Nougat-Creme entwickelt, „auf Druck“ einiger Geschäftskunden. Die Nachfrage ist also schon da.

Hier lassen sich auch Marken wie Noka Matcha und Milia Matcha nennen, die laut BPI France Big Media stark auf aromatisierte Varianten setzen.

2. Chinesischer Matcha wird in Frankreich zum Standard

China ist mengenmäßig schon heute der größte Produzent der Welt.

In Südostasien wird chinesischer Matcha in Bubble-Tea- und Café-Ketten in großen Mengen getrunken, oft ohne dass die Kundschaft die Herkunft kennt oder sich dafür interessiert.

In Frankreich sieht es anders aus.

Bei einem Teil der Profis gibt es noch kulturelle Vorbehalte. Doch der Preisdruck verändert die Einstellung bereits.

Wenn die Preise für japanischen Matcha weiter steigen, werden die Abwägungen ganz von selbst fallen.

Coffeeshops und Lebensmittelhersteller fragen kaum nach der Herkunft. Sie fragen nach Kosten, Geschmack und verlässlicher Versorgung. Genau dort positioniert sich chinesischer Matcha.

Fazit: Was das für dein Business bedeutet

Ob du Matcha verkaufen solltest, musst du dich nicht mehr fragen.

Die eigentliche Frage ist, welchen Matcha du verkaufst, und wie.

Das nehmen wir mit:

  • Der Preis für japanischen Matcha wird weiter steigen. Wir raten dir, deine Bestände abzusichern.
  • An chinesischem Matcha führt mengenmäßig kein Weg vorbei. Ihn aus Prinzip zu ignorieren, wäre aus unserer Sicht ein Fehler.
  • Auch klassische Tees (japanischer Sencha, chinesischer Grüntee und Schwarztee) werden teurer. Ein Nebeneffekt des Matcha-Booms.
  • Frankreich hinkt Deutschland und Großbritannien noch hinterher. Das ist eine Chance.
  • Aromatisierter Matcha ist der nächste Wachstumshebel. Dein Angebot jetzt aufzustellen, kann sich lohnen, wenn du Early Adopter bist.

Matcha ist kein Trend mehr. Er ist eine etablierte Kategorie. Mit weiterhin starkem Wachstum.

Und in Frankreich stehen wir noch am Anfang.

Wer sich jetzt positioniert, mit einem durchdachten Angebot, soliden Lieferanten und einem Sortiment, das japanischen Premium-Matcha und/oder günstigen chinesischen Matcha umfasst, verschafft sich einen Vorsprung.

Kurz gesagt: Der Zug rollt schon, aber es ist nicht zu spät, um aufzuspringen.

Unsere Quellen

Dieser Artikel kommt von Made in Thé, deinem Tee Großhandel für Geschäftskunden: Tee, Matcha und Kräutertee lose, in Bio-Qualität und als Private Label.

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